19 Tweets 18 reads Sep 04, 2024
Da Sie zum Populismus neigen, habe ich mir mal die Mühe gemacht, alle Unternehmen und die Gründe für die Kündigungen, genauer anzusehen. #Servicetweet @jensspahn 🧵
Continental: Es wird in der Autosparte & in der Verwaltung gespart. Außerdem weniger Geld in Forschung und Entwicklung. Seit Jahren schreiben sie in der Sparte Verluste. (Hat nix mit den Grünen zu tun 😉)
Dpd: Französischer Mutterkonzern „geopost“ verlangt von dpd Stellen zu streichen. Jahrelanger Verlust. Fehlentscheidung vom Management auf B2C zu setzen. Wird nun geändert auf B2B.
Evonik: strukturelle Probleme. Auf 4 Mitarbeiter fällt eine Führungskraft. Ziel: 7 MA auf eine Führungskraft. Es sollen also hauptsächlich Führungskräfte gehen. Denn mit so vielen Entscheidungsebenen bremst sich der Konzern aus.
BASF gibt Energiepreise und Bürokratie als Gründe an. Fakt ist aber auch, dass BASF Milliarden in Russland in den Sand gesetzt hat. Deutscher Standort ist seit vielen Jahren unrentabel. China größter Absatzmarkt.
BASF hat eine Dividende von 3,40€ / Aktie ausgeschüttet (7,3%)
Bosch: Alte Meldung. Im Mai 2024 war „nur“ noch von 950 Stellen die Rede. Bosch setzt auf E-Autos (da sind die Grünen auch für 😉)
Bosch hat 2023 den Gewinn von 3,8 auf 4,8 Milliarden gesteigert.
Ford: Stellenabbau hauptsächlich in Forschung und Entwicklung (US amerikanischer Autokonzern setzt auf E-Autos 😉) vor allem Abbau in der Verwaltung. Auf Kündigungen soll bis 2032 verzichtet werden, Abfindungen gezahlt werden.
Telekom: streicht in den USA 5000 Stellen, in D von 80.000 etwa 1.600. Größtes Problem: verschleppte Digitalisierung (Grüße an die Union). Die Telekom hat eine Tochtergesellschaft gegründet, wo hunderte Stellen entstehen.
Vodafone: Meldung aus 2023. Situation in 2024 schlimmer. Nun sind es 2000 Stellen. Grund sind schlankere Strukturen und dadurch schnellere Reaktion und manuelle Tätigkeiten sollen automatisiert werden.
Ein britisches Mobilfunkunternehmen baut durch KI 55 T von 130 T Stellen ab.
ZF: Seit Jahren hoch verschuldet. Allein 100 Mio. Zinsen. Transformation zu E-Autos kostet. Unterstützen Sie, wie die Grünen, die E-Mobilität. ZF wird es freuen.
Michelin: Konkurrenz aus Niedriglohnländern und hohe Produktionskosten.
Springer: Gewinn gesteigert, aber Stellen sollen durch KI ersetzt werden.
Tesla: will weltweit 10% der Stellen einsparen. In Grünheide arbeiten 12.500 Personen. 400 Entlassungen bedeuten also 3,2% und liegt unter dem Schnitt.
Deutsche Bank: mit 5,7 Milliarden Gewinn (vor Steuern) in 2023 war es der höchste Gewinn seit 16 Jahren. Dividende wird von 30 auf 45 Cent angehoben. 4. Jahr in Folge mit Gewinn.
SAP: 2024 war das stärkste Jahr für die Aktie. Es sollen „alte“ Jobs abgebaut werden (so ist das in der Branche) und neue Jobs, die sich mit KI Entwicklung beschäftigen, sollen dazukommen.
Miele: bis 2027 keine Kündigungen. Investitionen von 500 Millionen €. Ja, es werden 600 Jobs von D nach Polen verlagert.
VW: seit langem ein Sorgenkind, weil die Transformation hin zur E-Mobilität verschlafen wurde. Gleichzeitig gilt: VW macht Gewinn.
2019 5 Mrd
2020 6,3 Mrd
2021 4 Mrd
2022 15,8 Mrd
2023 17,9 Mrd
Dividende: 9 €
Von Deutsche Bank und Bosch haben Sie 2 Schlagzeilen gepostet, damit es nach mehr aussieht?
Ich sehe hier nirgendwo die Schuld bei den Grünen, der BuReg oder #Habeck4Kanzler
Eine Anmerkung noch Richtung Medien, hier @tagesschau : Man kann Headlines auch anders gestalten. Zum Beispiel: „SAP setzt in Zukunft verstärkt auf KI“ viele Menschen lesen nur die Überschrift.

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