🧵Der gestrige brutale Messerangriff eines mutmaßlischen Islamisten auf den bekannten Islamhasser #Stürzenberger, seine BPE-Anhänger und einen Polizisten wird gerade von der gesamten extremen Rechten medial massiv instrumentalisiert. Rechte Gewalt kann auch Rechte treffen.
Bislang deutet Vieles auf einen islamistisch motivierten Täter hin. Abgesehen von den zahlreichen ideologischen Schnittmengen zwischen Islamismus und Rechtsextremismus, ist das Mordmotiv für beide rechten Lager: gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
idz-jena.de
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Zentral für rechte Ideologien sind Ungleichwertigkeitsvorstellungen. Diese verlaufen entlang fiktiver nationalistischer, ethnischer, kultureller oder auch religiöser Hierarchien.
Dieses autoritäre Denken legitimiert im Zweifel auch Mord, fragile Männlichkeit additiv.
Dieses autoritäre Denken legitimiert im Zweifel auch Mord, fragile Männlichkeit additiv.
Das Narrativ von Identitären und Teilen der #AfD besteht darin, die Tat eines religiösen Fanatikers auf alle Migrant*innen zu übertragen. Es ist der perfide Versuch eine Menschengruppe als Mörder zu zeichnen, um damit eine Zustimmung für die eigenen Deportationspläne zu erhaschen
Die #AfD-Jugend Baden-Württemberg, die personell und ideologisch von Mitgliedern der Identitären Bewegung dominiert wird, rief heute zu einer spontanen Mahnwache auf. Weitere rechte Straßenmobilisierungen sind zu erwarten.
Zu Stürzenberger: Seine Auftritte verfolgten das Ziel maximaler Provokation. Es erheiterte ihn dabei geradezu, religiöse Muslime zur Weißgut zu treiben, sie vorzuführen um anschließend entsprechende Videoschnipsel als Warnung vor der "Islamisierung" viral zu verbreiten.
Er sammelte in dieser Zeit zahlreiche Anzeigen und war in rechten Kreisen bestens vernetzt. Er war kein Religionskritiker, sondern ein rechter, fanatisierter Islamhasser, der sich vergeblich um Anschlussfähigkeit bemühte. endstation-rechts.de
Selbst von seinen eigenen Leuten wurde Stürzenberger als "Rampensau" bezeichnet und immer in weiser Voraussicht immer wieder um Mäßigung bei seinen Auftritten gebeten. Zeitweise stand sogar sein Rauswurf im Raum.
Die Tat ist selbstverständlich dennoch mit Nichts zu rechtfertigen.
Die Tat ist selbstverständlich dennoch mit Nichts zu rechtfertigen.
Fazit: Die Gesellschaft hat ein massives Problem mit Rechtsextremismus, dessen Symptome brutale nationalistisch-chauvinistische oder religiös-fundamentalistische Gewalttaten sind. Das Problem liegt aber tiefer wie auch #Sylt zeigte. Beide Seiten brauchen sich, sind symbiotisch.
Echte Religions- und Nationalismuskritik sind wichtiger denn je. Gerade tut sich einiges, wobei auch der Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft als Bedrohung ernst genommen werden muss. Davor stehen aber eine differenzierte Aufklärungs- und Recherchearbeit.
Für den heutigen Sonntag ruft das zivilgesellschaftliche "Bündnis #Mannheim" zu einer Kundgebung "gegen Gewalt und Hetze" auf. Ein richtiges und wichtiges Zeichen, welches den Fokus auf die tatsächlichen Probleme hinter dem Angriff legt.
spiegel.de
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