Österreich hat die höchste #Vermögenskonzentration der Eurozone. Das zeigen die neuesten Daten der #DistributionalWealthAccounts der #EZB. Die reichsten 5 % besitzen mehr als die Hälfte (55 %) des privaten Nettovermögens – so ungleich ist Vermögen sonst nirgends verteilt. 1/
Der Anteil der Top 5 % am Gesamtvermögen in Österreich liegt um 11 Prozentpunkte über dem Eurozonen-Schnitt. Die ärmere Hälfte besitzt nicht einmal 4 % und liegt damit unter dem Durchschnitt der Eurozone (5 %). Nur in Deutschland besitzt die ärmere Hälfte noch weniger. 2/
In Österreich besitzen die ärmsten 50 Prozent der Haushalte somit für den Euroraum unterdurchschnittlich wenig Vermögen, während die reichsten 5 Prozent überdurchschnittlich viel besitzen. In keinem anderen Land der Eurozone ist Vermögen ungleicher verteilt als bei uns. 3/
Trotzdem sinken die vermögensbezogenen Steuern in Österreich seit Jahrzehnten. 2022 lag die Steuerquote bei nur 1,4 % des Gesamtsteueraufkommens, während der OECD-Durchschnitt 5,6 % beträgt. Damit ist Österreich im OECD-Vergleich am fünftletzten Platz von 38 Ländern. 4/
Das Top 1 % wird aber auch in den DWA nicht abgebildet. Dabei zeigen zahlreiche Studien, dass die Vermögenskonzentration an der obersten Spitze noch einmal drastisch zunimmt. Auch die US-Notenbank Fed liefert Vermögensdaten für das reichste 1 %, hier sollte die EZB nachziehen. 5/
Extreme Ungleichheit führt zu Machtkonzentration, politischer Einflussnahme und klimaschädlichem Verhalten. Um diesen Konsequenzen und der Schieflage bei der Vermögensverteilung entgegenzuwirken, bräuchte es dringend höhere Steuern auf Vermögen. 6/6
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